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So hinterlassen Sie positive Spuren im Netz


CareerBuilder



z.B. Ingenieurwesen oder Vertrieb

z.B. Berlin oder Brandenburg




Längst sind die Zeiten vorbei, als Ihre einzige Sorge die war, ob Ihr Lebenslauf und Anschreiben fehlerfrei sind. Die viel größere Sorge heutzutage ist, welche Informationen über Sie im Internet herumschwirren. Einmal im Netz hinterlassene Informationen bleiben auch dort. Wie sich das auf Ihre Jobsuche auswirkt, liegt einzig an Ihnen.

Nicht nur der persönliche Eindruck zählt

Jobsuchende sollten sich nicht nur darum kümmern, welchen Eindruck sie persönlich auf potenzielle Arbeitgeber machen, sondern auch, welches Bild sie im Netz hinterlassen. Wie oft vergessen wir, dass alles, was wir online veröffentlichen, von anderen gesehen und geurteilt werden kann -- vom Facebook-Profil bis hin zu Buchrezensionen auf Amazon.

„Entweder vor oder direkt nach dem Vorstellungsgespräch verschaffen sich viele Arbeitgeber direkt ein Bild über den Kandidaten und suchen dessen Namen im Internet", sagt die US-amerikanische SEO/SEM Expertin und Buchautorin Monique Tatum. „Eine positive und starke Online-Präsenz kann viel Einfluss auf den ersten Eindruck des Arbeitgebers nehmen."

Laut einer CareerBuilder-Studie haben sich 45 Prozent der Arbeitgeber im Jahr 2009 auf sozialen Netzwerken im Internet über Kandidaten erkundigt -- das sind 23 Prozent mehr als im letzten Jahr. 35 Prozent der Arbeitgeber sagten sogar, dass sie bei der Online-Recherche auf Dinge stießen, die sie veranlasst haben, einen Kandidaten nicht einzustellen.

„Jemanden einzustellen kann beängstigend sein", sagt Coach und US-Autor Zack Grossbart. „Sie bezahlen diese Leute, um Ihr Unternehmen zu repräsentieren und Ihr Ruf beeinflusst deren Ruf. Keine Firma will wegen eines peinlichen Mitarbeiters ihren Namen in der Zeitung sehen."

Die Zeiten haben sich geändert

Nicht nur ist der Gebrauch von Internet, sozialen Netzwerken, Blogs und anderen neuen Medien über die letzten Jahre in die Höhe geschnellt; all diese Dinge haben auch die Jobsuche revolutioniert. Früher war es etwas Gutes, wenn ein Personalleiter im Internet nach jemandem recherchiert hat und nichts finden konnte. Heute allerdings könnte es schädlicher für Ihre Karriere sein, wenn ein Arbeitgeber nichts über Sie im Netz findet, als dass er etwas digitalen Schmutz auftut.

Wenn Sie sich eine gute Karriere aufgebaut haben, aber online nicht präsent sind, werden potenzielle Arbeitgeber aufmerksam. Arbeitgeber erwarten es quasi, Blogs, Forumeinträge, Xing-Profile und viele andere Informationsquellen über Sie zu finden. Wenn Sie aber noch nie von anderen Leuten in einem professionellen Zusammenhang erwähnt wurden, werden sich die Arbeitgeber fragen, warum das so ist.

Umgang mit ‚digitalem Schmutz'

Wenn man sich seine Online Präsenz aufbaut, ist die Kehrseite natürlich, dass sich auch negative Informationen dazwischen mischen. Wie Marian Merritt, Anwältin für Online-Sicherheit bei Symantec es sagt, „Der Müll des einen ist der Schatz eines anderen und das kann online genauso zutreffen."

„Am Anfang meiner Karriere habe ich einige Dinge in einem Interview gesagt, die nicht so eloquent herauskamen, wie ich es gern wollte, und sie leben für immer weiter im Internet", sagt sie. „Dagegen kann ich nichts unternehmen, weil es ein Artikel war. Das ist permanenter ‚digitaler Schmutz'".

Auch wenn es schwer sein kann, die eigenen Spuren im Internet zu verwischen -- Experten meinen, es ist möglich, diese Leichen loszuwerden, die den Weg aus Ihrem Keller ins World Wide Web fanden.

Kehren Sie den Dreck unter den Teppich

Um zu sehen, was es überhaupt über Sie im Internet gibt, geben Sie als Erstes Ihren Namen in eine Suchmaschine ein. Die besten Resulate gibt es, wenn Sie Anführungsstriche um Vor- und Nachnamen setzten, z.B. „Liesel Müller". Nutzen Sie alle Schreibweisen, die es von Ihrem Namen geben könnte und durchsuchen Sie alle Unterkategorien, von „Web" über „Bilder" bis hin zu „Videos". Nutzen Sie mehrere Suchmaschinen und klicken Sie alles an, da etwa die Bildersuche manchmal nicht das zeigt, was tatsächlich veröffentlicht wurde.

Zudem kommt es darauf an, wo Negatives veröffentlicht wurde. Wenn es auf Ihrem sozialen Netzwerk oder Blog ist, können Sie den Eintrag löschen und er wird letzten Endes auch verschwinden. Wenn es sich aber um eine angesehene Seite im Internet handelt, könnte ein negativer Eintrag jahrelang dort bleiben.

Wer Online-Material der guten Art erzeugt, wird digitalen Dreck auf einem der leichtesten Wege los. Entwickeln Sie Ihre eigenen positiven Inhalte, indem Sie Artikel schreiben, einen Blog beginnen oder Beiträge in Foren veröffentlichen. Solange Sie damit jegliche negative Information über sich selbst dämpfen können, kann Ihnen bei einer Suche durch den Arbeitgeber nicht mehr viel passieren.

Hier sind fünf Tipps, mit denen Sie digitale Spuren erzeugen, die potenzielle Arbeitgeber nicht gleich abschrecken werden:

1. Erzeugen Sie nützliche Inhalte
Helfen Sie anderen, indem Sie Ihr Wissen und Ihre Meinung teilen. Antworten Sie auf Beiträge in Foren, beantworten Sie Fragen oder kommentieren Sie Blogs. Wenn Sie anderen Leuten helfen, können Sie Ihr Wissen potenziellen Arbeitgebern gegenüber quasi online zur Schau stellen.

2. Werden Sie Mitglied bei sozialen Netzwerken
Machen Sie es dort öffentlich, dass Sie auf Jobsuche sind. Selbst wenn Sie aktiv über Online-Jobbörsen suchen, ist es wahrscheinlicher, dass reale Personen aus Ihrem Netzwerk Ihnen behilflich sein können, einen Job zu finden. Vielleicht ist ja auch jemand in einer Firma beschäftigt, wo Sie sich bereits beworben haben und kann ein gutes Wort für Sie einlegen.

3. Wenn Sie es nicht löschen können, dämpfen Sie es
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein potenzieller Arbeitgeber einen negativen Eintrag über Sie findet, der auf der zehnten Seite der Suchergebnisse steht. Es kann sich auch lohnen, zusätzliche Inhalte derselben Seite hinzuzufügen. Wenn sich ein negativer Eintrag auf Facebook befindet, können gute professionelle Inhalte deren Stelle einnehmen.

4. Meiden Sie Gruppen oder Aktivitäten, die peinlich werden oder Möglichkeiten einschränken können
Es sollte selbstverständlich sein, dass Sie während der Jobsuche über öffentliche kontroverse Aktivitäten nachdenken, wie etwa die Teilnahme an politischen, religiösen oder sozialen Bewegungen. All dies fügt sich in Ihr Online-Bild ein, also stellen Sie sicher, dass Sie ein akurates und schmeichelhaftes Bild erzeugen. Auch wenn sich im Netz Reisetipps, Ratschläge für Online-Spiele und Produktempfehlungen von Ihnen häufen, erzeugt das nicht unbedingt den professionellsten Eindruck.

5. Nehmen Sie sich in Acht vor dem „Cyber-Zwilling"
Seien Sie vorsichtig mit Leuten im Internet, die genau den gleichen Namen tragen wie Sie. Was ist, wenn dieser Namenszwilling im Gefängnis sitzt oder eine rassistische Website hat? Finden Sie heraus, wen es mit jeder Variation Ihres Namens geben könnte und seien Sie darauf vorbereitet, Erklärungen abzuliefern.



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